ICO – Modernes Crowdfunding auf Blockchainbasis

Initial Coin OfferingMILC Logo

Zur Veranschaulichung des Inhaltes stelle ich hier Vergleiche, Bilder, Texte und Links des (meiner Meinung nach sehr vielversprechenden) Welt der Wunder“ ICO und dem zugehörigen Token MILC dar.

Inhalt:

Allgemeines / Begriff:

Jedes aufstrebende Unternehmen benötigt Geld. Teilweise viel Geld,  um von der Idee oder Vision zum fertigen Produkt zu gelangen. Aus betriebseigenen Mitteln ist dieses meist nur beschränkt möglich und dauert in der Regel relativ lange. Und Zeit spielt heutzutage besonders in der Digitalisierung eine enorm wichtige Rolle in der Wirtschaft.

Bereits seit einigen Jahren sind „Crowdfundings“ deshalb in der Wirtschaft sehr beliebt und etabliert, um sogenannte Startup-Unternehmen finanziell unter die Arme zu greifen und voranzubringen.

ICO’s  sind im Prinzip die moderne Art und Weise, wie viele kleine (und große) Interessenten / Investoren ein Unternehmen finanziell unterstützen können, die eine Idee für ein Produkt / Dienstleistung haben, um dieses für die Marktreife zu entwickeln und zu etablieren.
Bei ICO’s handelt es sich dabei ausschließlich um Produkte, die auf einer Blockchaintechnologie (Erklärung von Wikipedia) basieren.
Dementsprechend erstellt jeder ICO auch seine eigene Kryptowährung, die Token genannt wird.

Ganz grob kann man einen solchen „Utility-Token“ mit einer Aktie vergleichen, wobei es allerdings einige Unterschiede gibt.Hendrik Hey, von „Welt der Wunder“ und Initiator des MILC – ICO, hat es für seine Community in einem kleinen Video recht einfach erklärt.

 

Blockchaintechnologie wird meist primär mit Bitcoin in Verbindung gesetzt, welcher die Mutter aller Blockchains und Kryptowährungen ist.
Blockchaintechnologie stellt momentan noch ein Nischenprodukt dar, welches sich aber immer mehr und vor allem immer schneller in unser aller Leben schleichen wird.

Leider werden ICO’s meist als schnell gewinnbringende Investition missverstanden, bzw. publiziert.

Viele Investoren spekulieren dabei darauf, dass die bei dem ICO generierten Token später auf Börsen gehandelt und gewinnbringend verkauft werden können.
In Realität gelingt dieses momentan aber nur vergleichsweise wenigen ICO’s.
Auf Coinmarketcap kann man sich die aktuell handelbaren Token (= die durch einen ICO erschaffene Kryptowährung) ansehen (aktuell am 12.05.2018 sind das 738 Token).

Leider gibt es im Moment auch viele Betrüger (Scammer), die einen ICO vorgeben, und dann nicht wirklich ein Produkt liefern, sondern sich mit dem eingenommenen Geld absetzen, oder ihr Projekt niemals wirklich eine Marktreife erreicht und somit wertlos wird.

Leider besteht auch der Irrglaube, dass man durch die Teilnahme an einem ICO Firmenanteile kauft.
Inzwischen werden ICOs durch die Behörden ziemlich streng reguliert. Leider halten sich nicht alle Veranstalter an die Regeln und gesetzlichen Vorgaben.


Informationsbeschaffung – Schließlich soll es sich ja auch lohnen!

Wie bei jeder Investition sollte man sich über das Projekt, bzw. die Firma gut informieren, bevor man sein hart verdientes Geld investiert. Schließlich möchte man ja einen Nutzen / Gegenwert für seine Investition haben.
Die meisten ICO’s stellen ihre Informationen auf ihrer Webseite leider nur in englisch bereit. Einige verfügen über mehrere Sprachversionen. Für nicht englisch versierte Nutzer empfiehlt sich eventuell die Übersetzung von Google & co.

Whitepaper – Topics vom WdW ICO

Neben allgemeinen und/oder spezifischen Informationen auf der Webseite des Startups (ICO-Veranstalter) stellen diese in der Regel ein „Whitepaper“ zur Verfügung. In diesem Whitepaper sollten alle wichtigen Daten, Zahlen und Fakten zur Firma, dem Ziel und Zweck, Mittelverwendung….. stehen.

informationen wdw welt der wunder token milc
Die Roadmap des MILC

Auch eine Roadmap, also ein zeitlicher Ablaufplan sollte zur Verfügung stehen. Prüfe unbedingt, ob ein wirkliches Produkt hinter der Vision steckt, welches für dich nachvollziehbar ist und du einen Mehrwert für die Nutzer siehst.

Als Beispiel verlinke ich  HIER einmal das Whitepaper vom Welt der Wunder ICO.

Weitere Quellen sind natürlich die sozialen Medien wie Facebook, Twitter & co.

Auch Fachmedien, wie z.B. BTC-Echo und ähnliche sind meist gute, aber nicht immer neutrale Quellen.
Selbsternannte Profis, Youtuber und Hobbyschreiberlinge (so wie mich 😉 ) hingegen sollten eher skeptisch betrachtet werden, besonders wenn es ein lohnendes Affiliateprogramm gibt.

erfahrungen ico milc wdw weltderwunder
Updates im Telegramchannel

Inzwischen habe ich auch den kostenlosen Messenger von Telegram (eine Alternative / Ergänzung zu WhatsApp & co) als sehr angenehm und effektiv schätzen gelernt. Bei einem guten ICO sollte auch die Community stimmen. Denn ohne diese ist das ICO von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

erfahrungen ico milc telegram
Hintergrundinfos gibt es auch im Telegram

Im WdW – MILC-Kanal bei Telegram findet man eine sehr angenehme und hilfsbereite Community, in der jeder herzlich willkommen geheißen wird. Auch die Hintergrundinformationen sind meist recht aufschlussreich und interesssant.
Telegram ist dafür ein perfektes Instrument.

 

 

 


Ablauf

Beim Ablauf gibt es unterschiedliche Herangehensweisen.

Aktuell fand z.B. gerade ein „Private Sale“ bei Telegram und dem geplanten TON – Token statt. Dieser hat durch wenige private Investoren wohl so viel Geld in die Kassen gespült, dass es keinen öffentlichen Tokenverkauf mehr geben wird.

Anderes Beispiel ist der MILC. Bei diesem wurde als aller erstes ein „Community-Presale“ (CPS) für alle interessierten, die sich in einem bestimmten Zeitraum in eine Whitelist, also eine weltderwunder token informationen milcRegistrierungsliste eingetragen hatten durchgeführt.
Bei diesem CPS fungierten die Teilnehmer als eine Art Betatester, also als „Versuchskaninchen“. Dabei wurden die Abläufe und entsprechend auftretende Probleme lokalisiert und nun nach und nach abgearbeitet und optimiert. Die „Belohnung“ für die Teilnahme an diesem frühen Vorverkauf war dann ein etwas günstigerer Preis für den MILC-Token (3,80€ je MILC). Es wurden dabei über 187.000 MILC verkauft.

Im nächsten Schritt kommt ein Presale (4,00€ je MILC), der auch noch mal mit einem reduzierten Preis lockt. Auch hier müssen noch Prozesse optimiert werden und es wird noch nicht alles rund laufen.

Nach Ende des Presales kommt dann der eigentliche Verkauf für die breite Masse. Dies wird meist „Public Sale“ genannt. Dabei wird dann der offizielle Tokenpreis (4,79€ je MILC) angesetzt, um das Projekt zu finanzieren.

milc token erstellung minting und deploying
So hat Hendrik Hey die Erschaffung seiner MILC-Token dokumentiert. 🙂

Natürlich ruft jeder ICO für seinen Token einen anderen Preis aus. So kosten diese meist nur wenige Cent. Allerdings gibt es dann auch mehrere 100 Mio oder gar Mrd. Token. Ob das sinnvoll ist, möchte ich nicht beurteilen.

Die Auslieferung der verkauften Token geschieht dann entweder umgehend, wenn die Token bereits erstellt wurden, oder erst nach Abschluss des Tokensales.

 


SoftCap und HardCap

Dieses bezeichnet eigentlich nur 2 Grenzen:
Die SoftCap ist im Prinzip die festgelegte Untergrenze. Sollte das Soft Cap nicht erreicht werden, kann, bzw. wird der ICO als nicht erfolgreich gewertet und in der Regel nicht durch- / weitergeführt, weil das nötige Kapital nicht eingenommen wurde.
Im Normalfall sollten alle Investoren ihr eingesetztes Kapital in der gleichen Art und Weise der Einzahlung wieder bekommen.

Das HardCap ist dann die Obergrenze, die die maximale Summe aller verkauften Token angibt. Sollten alle Token verkauft werden, wird der Tokensale, also der Verkaufsprozess vorzeitig beendet.


Nicht verkaufte Token

Meist wird bei einem ICO, bzw. dem Tokensale, also dem Verkaufsprozess nicht die gesamte zur Verfügung stehende Anzahl an Token verkauft.
Da stellt sich dann die Frage, was mit dem Rest gemacht wird.
Und auch hier hat man 2 gängige Lösungen gefunden.

  1. burn:  kommt aus dem englischen und heißt „verbrennen“. Nun, digitales brennt nicht wirklich, deshalb werden diese Token dann einfach vernichtet und stehen nicht zur Verfügung.
  2. Airdrop: So nennt man die Verteilung der restlichen Token. In der Regel werden diese dann auch anteilsmäßig an alle Investoren verteilt. Je höher die Investition, desto höher sind dann auch die anteilsmäßige Zuteilung.

Auch beim MILC wird es einen Airdrop geben, sollten nicht alle 20,8 Mio Token im ICO verkauft werden.


Investition

Sollte man in ein Projekt, einem ICO investieren wollen, so sollte man sich nach erfolgreicher Recherche ganz sicher sein, das Risiko eingehen zu wollen. Grundsätzlich sollte man einen Totalverlust der eingesetzten Mittel einkalkulieren.
Das klingt zwar hart, ist aber zur eigenen Sicherheit. Es gab wohl bereits reichlich Leute, die sich für einen ICO verschuldet haben, weil sie so sehr von dem Projekt überzeugt waren. Den Rest kannst du dir sicherlich denken.

Investiere niemals mehr, als du bereit bist, zu verlieren!

Weiterhin solltest du das Investment als langfristig betrachten und einplanen. Bei vielen ICOs beginnt erst danach die tatsächliche Projektarbeit. Logisch, dass es etwas dauert, bis diese Arbeit Früchte trägt.
Es gibt natürlich auch Ausnahmen, bei denen bereits ein (fast) fertiges Produkt dahinter steht, und wo nur noch der letzte Feinschliff, oder der Vertrieb fehlt.
Auch beim MILC ist es so, dass ein Großteil der Arbeit bereits vor Start des ICO erledigt war. So stellt z.B. die „Welt der Wunder“, der Initiator dieses ICOs, seine Medienbibliothek mit einem Herstellungspreis von über 200 Mio € zur Verfügung. Die Plattform ist so gut wie Fertig, Vertriebsstrukturen und Kontakte bestehen bestehen bereits.

Die Bezahlung der gekauften Token ist dann wieder unterschiedlich geregelt.
Meist wird eine Zahlung in Kryptowährungen (ETH, BTC o.ä.) gefordert. Einige bieten allerdings auch die Einzahlung mittels € / $ (auch gerne als Fiatwährung bezeichnet) an.

Die gekauften Token werden an dein angegebenes Wallet geschickt.


Gewinn

Natürlich erhofft man sich auch einen Gewinn aus dem Investment. Sonst wäre das Ganze ja nur eine Spende.

Wie ich bereits geschrieben habe, sollte man eine Investition unbedingt als langfristig ansehen.
Nun, was kann ich mit den gekauften Token machen?
Auch dafür gibt es keine allgemeingültige Aussage. Bei einigen kann man diese Token ausschließlich für Waren / Dienstleistungen auf der eigenen Plattform nutzen, was meist nicht wirklich gewinnbringend ist.

Dann gibt es noch die Hoffnung der Investoren, dass der durch den ICO entstandene Token an einer der zahlreichen Börsen (Exchanges) gelistet wird und dann auch in andere Währungen gehandelt / getauscht werden kann.

Es gibt inzwischen sehr viele erfolgversprechende, und auch bereits erfolgreiche ICO’s / Token. Es ist keine Seltenheit, dass der Wert des Token, nach einem erfolgreichen ICO um ein tausendfaches steigt. Genau so kann es aber auch sein, dass sich der Token nicht durchsetzt, nach und nach an Wert verliert und irgendwann praktisch nicht mehr existent ist, weil die Plattform abgeschaltet wird, oder sich die Firma, in die man investiert hat, aufgibt.

Bitte beachtet, dass Gewinne eventuell steuerpflichtig sind!


Risiko

Dass es immer ein Risiko gibt, habe ich bereits geschrieben. Dessen sollte man sich auch immer bewusst sein. Es gibt inzwischen leider viel zu viele, die die Gutgläubigkeit der Investoren ausnutzen.
Inzwischen sollte man sich auch unbedingt vor Trittbrettfahrern schützen und immer etwas skeptisch sein. Öffnet immer nur die offiziellen Seiten. Sollte es zu „komischen“ Angeboten kommen, lasst die Finger davon, sonst ist euer Geld weg.

Auch wenn alles gut gelaufen ist, gibt es keine Garantie für einen Gewinn, oder die Wertbeständigkeit eines Token.
Alle Kryptowährungen, unter die auch die Token zählen, herrst momentan eine enorme Volatliät, also eine enorme Preisschwankung.
Preisunterschiede von 10% – 50% innerhalb von wenigen Stunden war in der Vergangenheit durchaus möglich.


Voraussetzungen (KYC / Wallet)

Grundsätzlich kann wohl ein jeder (der volljährig ist und einen Wohnsitz nachweisen kann) berechtigt, an einem ICO teilzunehmen.
Allerdings sollte man bereit sein, sich einige Grundkenntnisse im Bezug auf Kryptowährungen und Wallets anzueignen.

Fangen wir einfach an: „volljährig und mit festem Wohnsitz“?
Es gab in der Vergangenheit eine Unzahl an betrügerischen Unternehmungen unter der Fahne eines ICO, wobei die gutgläubigen Investoren mitunter um Beträge in Millionenhöhe gebracht wurden.
Deshalb werden die ICO’s neuerdings durch die Behörden reguliert.
Eine wichtige Vorgabe ist die Durchführung eines sogenannten „KYC“ Prozesses, um Geldwäsche und Terrorfinanzierung zu verhindern. (Na klar doch. 🙄 )
Die Abkürzung steht dabei für „Know your consumer“, übersetzt „Kenne deinen Kunden“. Dahinter steckt nichts anderes als eine Identifizierung aller Investoren.
Der genaue Umfang dieser Verifizierung ist aktuell noch nicht eindeutig geregelt.

Bei einigen ICOs wird nur das Hochladen der entsprechenden Unterlagen (meist Foto von Personalausweis / Pass + Nachweis der Wohnadresse) gefordert.
Diejenigen, die das auf Nummer sicher machen möchten, verlangen auch eine Videoverifizierung von ihren Investoren. Das ist zwar umfangreicher und teurer, aber der höchste Sicherheitsstandard in dieser Beziehung. Kann ja sein, dass das irgendwann gesetzlich gefordert wird.
Dieses KYC wird normalerweise vom Veranstalter des ICO veranlasst und bezahlt.

Im Moment basieren die meisten ICOs auf der Basis, der Etherium-Plattform (Blockchain).
Das erkennt man daran, dass irgendwo steht, dass es ein ERC20 Token ist, oder man eine ERC20 kompatible Wallet benötigt.

In Zukunft werden noch andere Blockchains für die Token interessant werden. So gibt es bereits die ersten Token, die auf Ardor, NEO oder Omni laufen. Sicherlich kommen auch bald Token auf der Basis von EOS dazu.
Diese Informationen werden aber immer bekannt gegeben.

Dementsprechend benötigst du eine kompatible Wallet.

Für alle ERC20 Token (Etherium-Blockchain) empfehlen sehr viele das kostenlose Wallet von MyEtherWallet (MEW).

Dieser Empfehlung kann ich mich nur anschließen.

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